L 113 / Ölmühlenweg: Sanierung ist notwendig, aber die Belastungen müssen gut begleitet werden

08/04/2026

Die Sanierung der L 113 / des Ölmühlenwegs startet am 24. August 2026. Das hat die Stadt Rheinbach nach der Bürgerinformationsveranstaltung vom 15. Juli 2026 bekanntgegeben. Rund 200 Bürgerinnen und Bürger hatten sich dort über die bevorstehenden Arbeiten informiert. Zuständig für die Fahrbahn- und Radwegsanierung ist der Landesbetrieb Straßen.NRW.
Saniert werden nicht nur die Fahrbahn und der Radweg. Auch Gehwege und Nebenanlagen, die Stiefelsbachbrücke, Bushaltestellen sowie eine neue Querungshilfe sind Teil der Maßnahme.

Die Bauzeit beträgt nach aktuellem Stand voraussichtlich acht Monate. Insgesamt werden rund 3 Millionen Euro investiert, davon 2,65 Millionen Euro durch das Land Nordrhein-Westfalen und 350.000 Euro durch die Stadt Rheinbach.

Vier Bauabschnitte unter Vollsperrung
Die Bauarbeiten werden in vier Teilabschnitten durchgeführt. Die Abschnitte sollen nacheinander unter Vollsperrung saniert werden. Der erste Bauabschnitt beginnt am 24. August 2026 im Bereich Waldhotel bis zur Einmündung L 492 / L 113. Danach folgen die weiteren Abschnitte über Burgacker / Mörikeweg, Neugartenstraße und Wilhelmsplatz.
Die Stadt weist darauf hin, dass die Ein- und Ausfahrt für Anlieger während der einzelnen Bauabschnitte grundsätzlich gewährleistet werden soll, allerdings mit Einschränkungen und nicht während der Asphaltarbeiten. Der Durchgangsverkehr wird während der gesamten Maßnahme weiträumig über die Münstereifeler Straße, Rheinbach-Loch und die L 210 bis Rheinbach-Todenfeld umgeleitet. Fuß- und Radverkehr sollen innerörtlich über Nebenstraßen geführt werden.
Die Präsentation der Bürgerinformationsveranstaltung vom 15. Juli ist auf der Seite der Stadt Rheinbach abrufbar: https://www.rheinbach.de/aktuelles/nachricht/detail/sanierung-der-l-113-oelmuehlenweg-startet-am-24-august

Notwendig, aber spürbar
Für die UWG Rheinbach ist klar: Diese Sanierung ist notwendig. Der Ölmühlenweg ist eine wichtige Verbindung für Rheinbach, Merzbach, Anliegerinnen und Anlieger, Pendler, Betriebe und viele Menschen, die täglich in unserer Stadt unterwegs sind. Eine funktionierende, sichere und ordentlich ausgebaute Straße gehört zu einer Stadt, die ihren Bürgerinnen und Bürgern verlässliche Infrastruktur bietet.

Gleichzeitig darf man die Belastungen nicht kleinreden. Acht Monate Bauzeit, wechselnde Sperrungen, Umleitungen und Einschränkungen im Alltag verlangen vielen Menschen Geduld ab. Besonders betroffen sind Anwohnerinnen und Anwohner, Gewerbetreibende, Pendlerinnen und Pendler sowie alle, die auf diese Verbindung angewiesen sind.

Nach den vorliegenden Informationen ist die Vollsperrung für die Bauausführung und insbesondere aus Gründen der Arbeitssicherheit erforderlich. Einschränkungen sind damit unumgänglich, diese müssen aber so gut wie möglich erklärt, geplant und begleitet werden.

Gute Information ist Teil guter Infrastrukturpolitik
Große Baustellen sind immer auch ein Test für Kommunikation. Bürgerinnen und Bürger müssen rechtzeitig wissen, was auf sie zukommt: Wann wird welcher Abschnitt gesperrt? Welche Wege bleiben erreichbar? Welche Umleitung gilt? Wann sind Grundstückszufahrten betroffen? Und an wen kann man sich wenden, wenn während der Bauzeit Probleme entstehen?
Für die UWG Rheinbach ist deshalb wichtig: Die Sanierung muss transparent begleitet werden. Informationen dürfen nicht nur ein Mal veröffentlicht werden, sondern müssen während der Bauzeit verlässlich aktualisiert werden. Gerade bei wechselnden Bauabschnitten brauchen die Betroffenen klare, verständliche und rechtzeitige Hinweise.
Das gilt besonders für Anliegerinnen und Anlieger sowie für Betriebe, die auf Erreichbarkeit angewiesen sind. Hier kommt es auf praktische Lösungen, gute Abstimmung und kurze Wege in der Kommunikation an.

Am Ende steht eine sichere und bessere Straße
Bei allen Einschränkungen darf das Ziel nicht aus dem Blick geraten: Am Ende soll Rheinbach eine erneuerte, funktionierende und sichere Straße bekommen, die dem Stadtbild besser entspricht und den Anforderungen des Alltags gerecht wird.

Die UWG Rheinbach wird die Maßnahme aufmerksam begleiten. Unser Anspruch ist klar: Notwendige Infrastrukturprojekte müssen umgesetzt werden. Aber sie müssen so erklärt und begleitet werden, dass Bürgerinnen und Bürger nachvollziehen können, warum Einschränkungen entstehen und wie lange sie dauern.

Die kommenden Monate werden Geduld erfordern. Wenn die Maßnahme gut koordiniert und transparent kommuniziert wird, kann am Ende aber ein Ergebnis stehen, von dem Rheinbach langfristig profitiert.

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